Veranstaltungen des Jahres 2017


 
Sonntag, den 5.März 2017, 16.00 Uhr
424. Waschhauslesung
AUS AKTUELLEM ANLASS: Afghanistan heute. Der deutsch-afghanische Sozialwissenschaftler und Rechtsanwalt Dr. HADI RESASADE, Autor mehrerer Veröffentlichungen zur Folter-Thematik, informiert über die aktuelle Situation in Afghanistan und stellt die Frage, ob sein Heimatland, das er im vergangenen Herbst zuletzt bereist hat, tatsächlich als  sicheres Herkunftsland" gelten kann, in das bedenkenlos  abgeschoben" werden kann.

Sonntag, den 12. März 2017, 16.00 Uhr
425. Waschhauslesung
FLUCHTPUNKT HAMBURG: "Von Lalamusa bis Buxtehude". Fast ein ganzes Jahr war NIAZ QURESHI 1965/66 unterwegs, um sich aus dem pakistanischen Pandschab bis nach Buxtehude durchzuschlagen: zufuß, mit Bussen und Bahnen, per Anhalter, mit Booten und Schiffen, mit der Hilfe von gütigen Menschen und manchmal mit mehr Glück als Verstand. Zehn Grenzen mussten überwunden werden. Voller Witz, Erzählfreude und Begeisterung berichtet der jahrzehntelang bei der Innenbehörde angestellte Bauzeichner und Kartograph über seine Lebensreise. Dazu serviert seine Schwester RASHIDA EIKMEIER pakistanische Spezialitäten und sammelt Spenden, um Mädchen in ihrem Heimatland den Schulbesuch zu ermöglichen.

Sonntag, den 19. März 2017, 16.00 Uhr
426. Waschhauslesung
WEST-ÖSTLICHER BRÜCKENSCHLAG. Die indonesische Bloggerin VADHILIYA INSANI-PUTRI stellt ihren
Videofilm "Die Sorgen der jungen Leute von heute" vor, mit dem sie sich um den Deutschen Generationenfilmpreis beworben hat. Die in Paris und Hamburg lebende Malerin SOPHIE LE VAN GONG - ihr Vater kommt aus Vietnam, ihre Mutter aus Frankreich - berichtet im Gespräch mit Peter Schütt über ihren künstlerischen Werdegang und präsentiert einige neu entstandene Werke. Berühmt wurde die Künstlerin durch ihre Baum-Menschen-Bilder: Bäume und Menschen verwachsen über ihre Füße oder ihre Haare zu Lebewesen eigener Art.

Sonntag, den 26. März 2017, 16.00 Uhr
427. Waschhauslesung
HAMBURGER HUNGERWINTER. Der Zeitzeuge HARALD HINSCH, gelernter Dreher, Werftarbeiter, Erzieher
und Sozialpädagoge, liest aus seinem Erinnerungsbuch  Roter Junge. Ein Kriegskind in Hamburg". Im Mittelpunkt stehen der Hungerwinter von 1946/47, der vor siebzig Jahren zu Ende ging, und die Jahre der Not und des Elends zwischen dem Kriegsende und der Währungsreform.

Sonntag, den 2. April 2017, 16.00 Uhr
428. Waschhauslesung
Der Hamburger Islamwissenschaftler ROBERTO PERA, Autor einer viel beachteten Untersuchung über "Ibn al-Qajimal al-Gauziya und die Frage nach dem Vergehen des Höllenfeuers", diskutiert darüber, ob Gottes Verdammnis ewig dauert, wie die Salafisten meinen, und welchen Platz die "Theologie der Barmherzigkeit" im Islam hat.

Sonntag, den 9. April 2017, 16.00 Uhr
429. Waschhauslesung
Ein Anti-Trump vom Feinsten, eine Liebeserklärung an Mexiko: GIGI MARTIN liest aus ihrer gerade in der Wandsbeker Graphischen Werkstatt erschienenen autobiographischen Erzählung "Ich spür noch immer ihren Atem". Gigi Martin hat bei Ida Ehre Schauspielunterricht erhalten, war Filmschauspielerin, Mannequin und Fotomodell und hat für große Illustrierte regelmäßig von den Filmfestspielen in Cannes berichtet. Mit ihrem lesbischen Liebesroman "Geh vorbei, wenn du kannst" erreichte sie Anfang der Sechzigerjahre einen sensationellen Buch- und Medienerfolg.

Am Ostersonntag, dem 16. April findet keine Waschhauslesung statt.

Sonntag, den 23. April 2017, 16.00 Uhr
Die iranische Exilschrifstellerin NASRIN RANJBAR-IRANI liest Gedichte aus ihrem Band "Verbrannte Gerüche" und eine nur auf Farsi erschienene Erzählung "Die Geschichte eines Tages". Die deutsche Übersetzung trägt AHMAD HOSSEINI vor. Frau Dr. Ranjbar-Irani leitet am Asien-Afrika-Institut die persische "Literarische Mittwochsgesellschaft".

Am Sonntag, dem 30. April, findet wegen des um den Maiferiertag verlängerten Wochenendes ebenfalls keine Waschhauslesung statt.
Aber ein Veranstaltungshinweis außerhalb des Waschhauses:
Stattdessen stellt PETER SCHÜTT vormittags um 11.00 Uhr in den Räumen des Theorie und Praxis-Verlages, Hospitalstr. 67 A, 22765 Hamburg-Altona, seinen neuen Gedichtband vor: "Altweibersommernachtstraum. Westöstliche Liebesgedichte mit einem Nachwort: Mein Jihad für die Liebe". Einführung: Prof. Dr. Karam Khella.
Musikalische Begleitung: Till Kremser

Sonntag, den 7. Mai 2017, 16.00 Uhr
431. Waschhauslesung
BIRGIT RABISCH liest aus ihrem neuen Roman "Wir kennen uns nicht" . Darin geht es um eine konfliktreiche Beziehung zwischen Mutter und Tochter - und um den schwierigen Dialog zwischen der Generation l968 und ihren pragmatischen Erben.

Sonntag, den 14. Mai 2017, 16.00 Uhr
432. Waschhauslesung
REIMER BOY EILERS, Helgoländer von der Herkunft, Hamburger aus Passion, liest aus seinem Roman "All die verwirrten Männer". Aus der Perspektive eines kopf-lastigen und selbstverliebten Hochschulassistenten wird ein langes Wochenende zwischen gescheitertem Rendevous und nur halbwegs geglücktem Happy End erzählt - voller Humor, Situationskomik und Selbstironie.

Sonntag, den 21. Mai 2017, 16.00 Uhr
433. Waschhauslesung
RAIMUND SAMSON, Autor, Künstler und Pädagoge, erhielt von einem Jahr die Diagnose "Blasenkrebs". Er wurde mehrfach operiert und beschloss, offen mit seiner Erkrankung umzugehen, um anderen Betroffenen Mut zu machen. Er zeigt ein kurzes Video und liest Abschnitte aus seiner Krankengeschichte.

Sonntag, den 28.Mai 2017, 16.00 Uhr
434. Waschhauslesung
PETER KOLETZKI stellt seinen neu erschienenen dokumentarischen Roman vor: "Das Leben der Ursula Schulz. Auf den Spuren meiner Mutter" vor. Der Autor wurde 1943, mitten im Krieg im polnischem Posen geboren, als seine Mutter 23 Jahre alt war. Seine Lebensbeschreibung beginnt mit den traumatischen Erlebnissen während der Flucht 1944/45 und dem schwierigen Neuanfang in Hamburg-Osdorf. Aber Ursula Schulz lässt sich nicht unterkriegen, sondern entwickelt sich zu einer selbstbewussten, sozial engagierten und lebenslustigen Mitbürgerin.

Außerhalb der Sonntagsreihe: Freitag, den 2. Juni 2017, 19.00 Uhr
435. Waschhauslesung
"NAH BEIM SCHAH": Vor genau 50 Jahren, am 3. Juni 1967, besuchte der Schah vor Persien Hamburg und war Zielscheibe zahlreicher Proteste. PETER SCHÜTT, einer der Aktivisten und damals vorübergehend in
Vorbeugehaft genommen, trägt das entsprechende Kapitel aus seiner Autobiographie "Von Basbeck am Moor über Moskau nach Mekka. Stationen einer Lebensreise" vor und berichtet über die Folgen der Anti-
Schah-Aktionen im Iran und in Deutschland.

Am Pfingstsonntag, dem 4. Juni, findet keine Waschhauslesung statt.

Sonntag, den 11. Juni 2017, 16.00 Uhr
436. Waschhauslesung
MANFRED KUBOWSKY, Erzähler, Satiriker, langjähriger Mitarbeiter des "Eulenspiegels", Zeichner und Buchgestalter, wohnhaft und wirksam in Weimar, stellt seine bisher in zehn Folgen erschienenen, bibliophil
gestalteten Quadrathefte vor und serviert Kostproben seiner satirischen Spitzfindigkeiten: "Wen ich kürzlich in Weimar so traf".

Sonntag, den 18. Juni, 16.00 Uhr
437. Waschhauslesung
GUDRUN EGNER, Lyrikerin, Literaturkritikerin und langjährige Verlagssekretärin in Frankfurt, liest Texte aus ihrer Sammlung "Triangel. Gedichte & Anderes". Sie wird vom dem Komponisten TILL KREMSER auf der Flöte mit eigenen Kompositionen und Improvisationen begleitet.

Sonntag, den 25. Juni, 16.00 Uhr
438. Waschhauslesung
Der Rostocker Schriftsteller MICHAEL BAADE, bekannt geworden durch seine Bücher über die Künstlerkolonien Hiddensee und Worpswede und seine Dokumentationen über den an der Berliner Mauer erschossenen Grenzschützer Egon Schultz, stellt sein rechtzeitig zum Lutherjahr erschienenes Lesebuch vor: "JESUS. Eine Spurensuche. Jesus aus jüdischer, christlicher und muslimischer Sicht."






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